Erziehung fremder Kinder? Wie geht das?

Im vorliegenden Text untersuche ich die Rolle der anderen, also der Nicht-Eltern in der Erziehung der Kinder. Die Tatsache, dass alle Menschen in der Gesellschaft d.h. in der Umgebung, in der Kinder aufwachsen in einer oder anderen Weise für deren Erziehung verantwortlich sind, wird heutzutage nicht ausreichend berücksichtigt. Das liegt an der modernen bzw. urbanen Lebensweise, die eine gewissen Entfremdung mit sich bringt.

Ein angeblich altes afrikanisches Sprichwort sagt, dass ein Dorf nötig sei, um ein Kind großzuziehen, nicht nur Eltern. Heutzutage wird die ideale Dorfgemeinschaft durch Verwandte und Nachbarn ersetzt, was an sich auch in Ordnung ist, denn die Größe einer Stadt würde den Rahmen der Aufgabe sprengen. Nichtsdestotrotz werden Kommentare bezüglich der Erziehung fremder Kinder als unerlaubte Einmischung betrachtet und daher grundsätzlich nicht gerne gesehen, zumal dass eines der Vorteile einer urbanen Gesellschaft überhaupt die immanente Anonymität ist, mit der auch eine gewisse Gleichheit und damit auch Aufstiegschancen möglich sind.

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Römer 41 – Skizzierung einer theozentrischen Theorie der Naturethik

Die Beziehung der Menschen zu der Natur ist noch nie so oft Gegenstand der Betrachtung gewesen als heute. Der menschliche Beitrag zur Verschmutzung der Umwelt wird von Jugendlichen verurteilt, die sich über die sozialen Netzwerke zusammenfinden und überall in der Welt dagegen protestieren. Menschen versammeln sich vor den Tierschlachthöfen und protestieren gegen Pläne zur Erweiterung ihrer Kapazität. In den letzten Jahrzehnten ist außerdem eine große Anzahl von moralphilosophischen Werken entstanden, die sich mit dem Thema Naturethik und vor allem Tierethik befassen. Die Klimaerwärmung ist nach wie vor im Zentrum der Umweltdebatten.

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