Die Rolle der Vernunft in der Religion

Dass eine Religion vernünftig sein kann, ist nicht immer selbsterklärend. Aus der modernen Sicht, in der die Wissenschaften und die Technik die Religion aus dem Alltag verdrängen, erscheint die Kombination der Vernunft und der Religion kurios. Die Gründe für ein solch misstrauisches Urteil, sind aber nicht schwer zu ermitteln. Es ist nämlich wahr, dass die Anwendung der Vernunft für die Fortentwicklung der Wissenschaften entscheidend ist. Der Geist der „wissenschaftlichen Methode” ist die menschliche Vernunft.

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Römer 41 – Skizzierung einer theozentrischen Theorie der Naturethik

Die Beziehung der Menschen zu der Natur ist noch nie so oft Gegenstand der Betrachtung gewesen als heute. Der menschliche Beitrag zur Verschmutzung der Umwelt wird von Jugendlichen verurteilt, die sich über die sozialen Netzwerke zusammenfinden und überall in der Welt dagegen protestieren. Menschen versammeln sich vor den Tierschlachthöfen und protestieren gegen Pläne zur Erweiterung ihrer Kapazität. In den letzten Jahrzehnten ist außerdem eine große Anzahl von moralphilosophischen Werken entstanden, die sich mit dem Thema Naturethik und vor allem Tierethik befassen. Die Klimaerwärmung ist nach wie vor im Zentrum der Umweltdebatten.

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Hermann Cohens “Die Einzigkeit Gottes”

Das postum erschienene Werk „Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums“ ist meines Erachtens ein Meisterwerk der Religionsphilosophie. [1] Seit über 100 Jahren kann man sagen, dass keines der behandelten Themen in diesem Buch an Relevanz verloren haben. Mit seinen Erklärungen bewegt sich Cohen in diesem Werk schritt für schritt in Richtung einer vollkommenen Beschreibung einer Religion, die die Vernunft als Basis hat. Die verschiedenen Aspekte einer monotheistischen Religion behandelt er dabei wie sie aufeinander aufbauen.

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Hermann Cohens “Der Jude in der christlichen Kultur”

Dieser Aufsatz von Hermann Cohen aus dem Jahre 1917 ist ein bemerkenswerter Appell an die jüdische Gemeinschaft, ihre ursprünglichen Werte zu erkennen und zu bewahren. Während ich die Lektüre des Originaltextes [1] uneingeschränkt empfehlen kann, versuche ich im folgenden eine Zusammenfassung dieses Aufsatzes darzustellen.

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Transience and the digital graveyard

Today I have a heavy backpack. A backpack full of memories of the past in form of papers. After deciding to move to a new flat, it turned out that I have a huge collection of hand-written notes from my undergrad and graduate times. Even more interesting were the notes I found made by 10 or 11 year old myslef, which I had saved in the basement all these years.

So what to do with them anyway? I would never ever need these notes again, if at all, every couple of years, I would take them out and get nostalgic about the efforts I had put on writing them, then put them back again into the basement.

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